digitalisierte Schule

Wir müssen der sozialen Verantwortung unseren Kindern gegenüber gerecht werden

Wie hinlänglich durch die Medien schon bekannt, hat die COVID-19-Thematik und deren Ausmaße nicht nur in wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und medizinischen Bereichen an Bedeutung gewonnen, sondern auch auf dem Sektor der Bildung tritt der zunehmende Handlungsbedarf immer stärker in den Blickpunkt der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Berichterstattung. Von vielen Eltern werden in diesem Zusammenhang deutliche Unterrichtsdefizite auf dem Gebiet der Wissensvermittlung erkennbar. 

Viele Eltern können nach den vergangenen Wochen nicht mehr nachvollziehen, warum an vielen Schulen die Vermittlung des Unterrichtsstoffes „brachliegt“. Neben der Vermittlung der „reinen Lehre“ bzw. des Unterrichtsstoffes bezieht sich die Kritik aber unter vorrangig auch auf die Art und Weise der Umsetzung bzw. Nichtumsetzung der Beschulung. 

Das Zauberwort, das in diesem Zusammenhang oft genannt wird, heißt „Home Schooling“, „eLearning“ oder auch besser bekannt unter dem großen Tema „Digitales Lernen“. Gerade in der momentanen Situation „rächt“ sich aber auf dem Sektor der IT-Infrastruktur die offenbar über viele Jahre ignorierte Berücksichtigung und Bereitstellung erforderlicher Investitionsmittel, um auch nur halbwegs „up-to-date zu sein“, geschweige denn ein effizientes „Home-Schooling“ anbieten und umsetzen zu können.

Bildung ist und bleibt das A und O in unserer Gesellschaft, um sich später auch beruflich und intellektuell definieren zu können. Dieser Ansatz wurde oftmals von unserer Bundeskanzlerin, wenngleich auch in einem anderen Kontext, thematisiert, der aber auch zu Krisenzeiten nicht von ihrer Aktualität einzubüßen hat. Es gilt hierbei, den Fokus nicht ausschließlich auf die aktuelle Situation zu richten, sondern sich schon jetzt vor Augen zu führen, wie es denn „danach weitergeht“. 

Unsere Schüler sollen weiterhin den Anschluss behalten, um sich später dem nationalen und internationalen Wettbewerb stellen zu können. Zudem ist die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte sowie die emotionale Bindung an die Lehrenden und Mitschüler/innen von immenser Wichtigkeit für die intellektuelle Weiterentwicklung unserer Kinder.

Aus diesem Grund begrüßen und unterstützen wir als CDU Mühlenbecker Land eine Elterninitiative der Europaschule in Schildow, die aus privat finanzierten Mitteln eine Lernplattform für die Schule ins Leben gerufen hat. Zurzeit findet bereits 30 – 40% des Unterrichts, von der 1. bis zur 6. Klasse, über diese Plattform als „Home-Schooling“ statt.  Eingesetzt wird aktuell die anonyme, diskriminierungsfreie und sichere OpenSource-Lösung des „Big Blue Button“.

Diese Lösung wird nun auch für die Grundschule in Mühlenbeck eingeführt, wo sich engagierte Eltern gefunden haben um das unverzüglich umzusetzen.

Bei der Umsetzung wurde dabei ein besonders Augenmerk auf die Beachtung der rechtlichen Vorgaben des Datenschutzes gerichtet und auf die „kinderfreundliche“ Bedienung des Systems. Insgesamt waren teilnehmende Lehrer, Eltern, aber auch Kinder von dieser Möglichkeit der Unterrichtsgestaltung überaus begeistert. Sicherlich ist diese Form der Wissensvermittlung eher als Alternative zum „analogen“ Unterricht zu werten, aber es ist aus unserer Sicht ein sehr wichtiger Weg in die richtige Richtung. Denn es gilt für alle Verantwortlichen bereits jetzt, aus den “digitalen“ Erfahrungen mit der Coriona-Krise“ zu lernen, um danach ein wirkungsvolles bildungsorientiertes Bildungsmanagement aufzustellen. Denn über eine Tatsache dürfen wir uns nicht hinwegtäuschen lassen: Mögen die Auswirkungen dieser Krise hoffentlich an uns ALLEN schadlos vorbeiziehen, sind wir aber nicht davor gefeit, dass uns irgendwann eine andere Krise heimsucht.

Um sich dafür zukünftig gut aufstellen zu können, ist es unabdinglich notwendig, die Erfahrungen der aktuellen Situation entsprechend mit einfließen zu lassen. Hierbei ist es besonders wichtig, bereits jetzt schon in präventiver Voraussicht erforderliche IT-Voraussetzungen zu schaffen und standardisierte Lehrpläne für die digitale Beschulung zu erstellen. 

Aktuell gilt es aber in unserer Region, noch mehr Lehrkräfte für diese Beschulungsform begeistern zu können sowie emotional und thematisch mitzunehmen. Ein Großteil der Lehrenden zeigt auch im Mühlenbecker Land bereits großes Interesse, seine Kinder digital zu beschulen. Der Schulleiter der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Mühlenbeck hat sich schon dafür eingesetzt, sich an diesem „Projekt“ zu beteiligen. Es ist bereits jetzt schon absehbar, dass sich noch weitere Schulen mit einbringen werden. 

Ein weiteres, wichtiges Einsatzgebiet gilt unseren Jüngsten. Gerade in den Kitas ist die soziale Komponente ein wichtiger Baustein für ein gedeihliches Miteinander. Erzieher/innen könnten zum Beispiel zwei bis dreimal wöchentlich einen digitalen „Morgenkreis“ mit den Kindern veranstalten und dabei gemeinsam singen, lachen oder sich über die kleinen und großen Sorgen und Nöte austauschen.

Die CDU Mühlenbecker Land wird das Projekt des „digitalen Lernens“ nach bestem Wissen und Gewissen unterstützen und mit voranbringen. 

Bei aller Dramatik, die sich aus der „Corona-Krise“ ergeben hat, gilt es aber auch für uns, Chancen und Möglichkeiten aus dieser Situation zu erkennen und umzusetzen.  Eine Möglichkeit bestünde in der Digitalisierung. Auch dieses Thema wurde von unserer Kanzlerin schon mehrfach angesprochen und thematisiert. 

Diese Digitalisierung ist jetzt aber momentan unser „gelebtes Leben“ und es liegt nun an uns, die sich daraus ergebenden Möglichkeiten und Chancen nicht nur zu erkennen und wahrzunehmen, sondern zukünftig auch „zu leben“. 

Ach…. ein kleiner Hinweis am Rande sei uns zu guter Letzt noch erlaubt. Viele Skeptiker bringen ihre Sorgen dahingehend zum Ausdruck, dass die Kinder mit dem Digital-Unterricht überfordert sein könnten. Aus berufenem Munde des einen und/oder anderen Lehrers hört man aber, dass die Kinder und Jugendlichen mit der technischen Umsetzung und der Unterrichtsgestaltung die geringsten Probleme haben. Na ja, könnte auch ein bisschen an den Altersunterschieden liegen. Sagt man.


Ihre CDU Mühlenbecker Land

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